Six Sigma &
Design for Six Sigma
Design for Six Sigma
“An der Kundenschnittstelle haben Schwankungen nichts verloren." - Jack Welch
Six Sigma als zahlen- und faktenbasierter Ansatz stellt mit einer intensiven und statistischen Prozessanalyse sicher, dass Fehler erst gar nicht entstehen und keine defekten Produkte hergestellt werden. Dazu ist die Vorgehensweise mit dem DMAIC / DMADV Phasenmodell standardisiert und die Kompetenzen der Mitarbeiter sind mit Six Sigma Belts zertifiziert.
Das ist richtig. Eventuell passt Six Sigma gar nicht zu Ihrer Herausforderung.
Six Sigma ist ein Rahmenkonzept für eine nachhaltige Prozess- bzw. Produktverbesserung. Das Vorgehensmodell (DMAIC / DMADV) ist projektorientiert, das bedeutet Sie benötigen eine messbare Zielsetzung, entsprechende Ressourcen und ein definiertes Ende. Klingt easy, oder? Erfahrungsgemäß scheitern Unternehmen zu Beginn leider genau an diesen Grundprämissen.
Wenn Sie sich nicht vorstellen können, dass Sie anteilig für die Problemlösung freigestellt werden und Ihr Sponsor keine Zeit für regelmäßige Gate Meetings hat, ist entweder das zu lösende Problem nicht groß genug oder Sie müssen erst einmal Lobbyarbeit betreiben.
Kurzum, Six Sigma ist für Sie ungeeignet, wenn Sie keinen Sponsor haben, der Ihnen den Rücken freihält.
Six Sigma und Design for Six Sigma benötigen Prozesse mit messbaren Ergebnissen. Das bedeutet, das Problem ist prozessbezogen und tritt wiederholt auf. Ein faktenbasiertes Vorgehen ist in Ihrem Unternehmen erwünscht und abschließend: Lösungsweg und Lösung sind noch nicht bekannt.
Tipp für die Unterscheidung der beiden Vorgehensweisen: Design for Six Sigma fokussiert sich auf die Entwicklung von neuen Produkten. Mit dem "klassischen" Six Sigma arbeiten Sie, wenn sie mit unzureichender Produktqualität zu kämpfen haben. Wenn Sie eher mit Herausforderungen im Bereich Durchlaufzeit, Liefertermintreue oder Verschwendung konfrontiert sind, sollten Sie sich mit dem Thema Lean befassen.
Toleranzgrenzen werden regelmäßig überschritten, Fehlerraten und Ausschussraten sind hoch. Keiner weiß wieso, geschweige denn, wie es besser werden könnte. Hier hilft ein analytischer, zahlen- und faktenbasierter Ansatz. Während eines Six Sigma Projektes hangeln Sie sich durch das entsprechende Vorgehensmodell (DMAIC / DMADV). Dabei trennen Sie strikt zwischen den Phasen der Analyse und der Umsetzung.
✘ Wenn Sie über eine Situation nicht viel wissen, können Sie diese nicht kontrollieren.
✘ Wenn Sie eine Situation nicht kontrollieren, sind Sie dem Zufall ausgeliefert.
✘ Wie wollen Sie also Ihre Kunden zufrieden stellen, wenn Sie die Kundenanforderungen bzw. Wünsche und Ihre Situation nicht in Zahlen ausdrücken können?
Um ihre Vorstellungskraft etwas anzukurbeln schauen Sie sich einfach die gaußsche Glockenkurve mit den entsprechenden KPIs an.
Sie erkennen, dass der Prozess ein Lageproblem hat und dass Sie mit 2,65% Überschreitung (besser: 26.465 ppm) am oberen Grenzwert rechnen müssen.
Im zweiten Bild sehen Sie dann den optimierten Prozess mit den entsprechenden Cp & Cpk Werten.
Probieren Sie es einfach aus.
Six Sigma & Design for Six Sigma sind ganzheitliche Systeme, bestehend aus Phasenmodellen, statistischen Methoden und Werkzeugen. Diese können Sie je nach Herausforderung und Unternehmenskultur einsetzen. Entweder betreiben Sie es als Rahmenkonzept für einen Unternehmenswandel für nachhaltige Prozessverbesserung, oder Sie nutzen die Werkzeuge in Verbesserungsprojekten.
Zielsetzung dabei ist i.d.R. die Steigerung ihrer Effektivität bzw. die Erreichung der mystischen Null-Fehler. Je nach Rahmenkonzept wird die Umsetzung entweder über das Management oder über Methoden-Experten (Belts) betrieben.
„Six Sigma ist die wichtigste Initiative, die General Electric je angeschoben hat.“ (Jack Welch)
Six Sigma Definition
Six Sigma & Design for Six Sigma sind zahlen- & faktenbasiert.
Darauf weißt schon der Name hin:
Sigma ist der griechischer Buchstabe σ und beschreibt in der Statistik die Standardabweichung - ein Maß für die Streuung eines Prozesses.
Six Sigma Definition
Verbesserung bedeutet Veränderung und diese ist leider selten beliebt noch geht es schnell.
Die Herausforderung ist es eine Unternehmenskultur zu erschaffen, in der das Prinzip im Vordergrund steht:
Keine Schwankungen an der Kundenschnittstelle zu tolerieren.
Six Sigma Definition
Six Sigma trägt zur nachhaltigen Problemlösung bei, da es strukturierte, datengesteuerte Ansätze verwendet, um Prozesse zu optimieren und Qualitätsverbesserungen zu erreichen.
Darüber hinaus fördert Six Sigma durch kontinuierliche Überwachung und Verbesserung eine Unternehmenskultur, die langfristige Änderungen und konstante Optimierung unterstützt.
Beide Verfahren beruhen auf den gleichen Grundprinzipien:
Die Unterschiede liegen in der Zielsetzung.
Mit Six Sigma verbessern Sie bestehende Produkte oder Prozesse.
Mit Design for Six Sigma gestalten Sie neue Produkte oder Prozesse.
Six Sigma Phasenmodell
Das Akronym DMAIC ist ein Phasenmodell und steht für Define, Measure, Analyse, Improve und Control.
Jede Phase wird mit einem Quality Gate abgeschlossen, in der Sie mit Fakten Ihre Schlussfolgerung begründen und freigeben lassen.
Sie nutzen das Six Sigma Phasenmodell (DMAIC) wenn Sie Probleme mit hohen Ausschuss- oder Nacharbeitskosten nach Start of Production entdecken.
Design for Six Sigma Phasenmodell
Das Akronym DMADV ist das entsprechende Phasenmodell für Design for Six Sigma. Es steht für Design, Measure, Analyse, Design und Verify.
Am Ende jeder Phase begründen Sie Ihren nächsten Schritte und lassen diese freigeben.
Sie wenden das Design for Six Sigma Phasenmodell (DMADV) an, wenn Sie mit neuen Produkten und Prozessen den Markt dominieren wollen.
"An der Kundenschnittstelle haben Schwankungen nichts verloren" (Jack Welch), die Stoßrichtung ist schnell definiert. Damit dies auch erreicht werden kann, benötigt man eine Werkzeugkiste, gefüllt mit Methoden und Werkzeugen passend zur Herausforderung.
Wer allerdings Six Sigma & Design for Six Sigma lediglich auf deren Methoden und Werkzeuge reduziert, schöpft das komplette Potenzial nicht aus. In der Kombination mit der Philosophie sowie der Kultur zum zahlen und faktenbasierten Denken und Handeln entsteht der wahre Wettbewerbsvorteil.
Hier sind einige Methoden für Ihren Six Sigma & Design for Six Sigma Werkzeugkasten. Bei der Kultur helfen wir Ihnen gerne.
Möchten Sie Six Sigma oder Design for Six Sigma erfolgreich im Unternehmen umsetzen, müssen Sie schlussfolgernd mehr als nur ein paar Methoden und Werkzeuge beherrschen.
Wenn Sie auf dem Weg Ihr Team verlieren oder gar nicht erst mitnehmen, werden Sie scheitern. Ebenso müssen Ihre Führungskräfte die Philosophie vorleben und danach entscheiden.
Abschließend gilt es, die Werkzeuge auf Ihre persönlichen Herausforderungen zu adaptieren.
Wenn Sie Feedback für uns haben oder eines haben möchten, können Sie uns gerne unverbindlich kontaktieren. Wir freuen uns auf einen Austausch.