Lean 2 Cost - Mit der Wertstromanalyse und Kostenelementen zur Kosteneffizienz

Lean 2 Cost - Mit der Wertstromanalyse und Kostenelementen zur Kosteneffizienz

Lean Management hat sich als eine äußerst effektive Methode für Unternehmen etabliert, um ihre Prozesse zu optimieren und Verschwendung zu minimieren. Darüber hinaus geht der Ansatz von Lean 2 Cost konzentriert auf die Kostenprunkte im Unternehmen. Dabei spielt im Kontext der Kostenoptimierung die Wertstromanalyse eine entscheidende Rolle. 

In diesem Blogbeitrag erkunden wir, wie Unternehmen durch die Integration von „Lean2Cost“ Prinzipien und einer gezielten Wertstromanalyse kosteneffizienter werden können.

Wertstromanalyse Value Stream Map Lean Management

Die Wertstromanalyse ist die Basis für Kontinuierliche Verbesserung

Das Ziel der Wertstromanalyse als Lean Management Methode ist es, den aktuellen Zustand des Prozess- und Informationsflusses innerhalb einer Organisation oder über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg sichtbar zu machen.

Dadurch kann man durch die Lean Methodik „Sehen Lernen“ Verschwendungen, Abweichungen, Probleme und Potenziale aufdecken.

💡 Buchtipp: Learning to see

Value stream mapping to create value and eliminate muda
by Mike Rother, John Shook, Jim Womack & Dan Jones.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Wertstromanalyse ist die Unterscheidung zwischen wertschöpfenden und verschwenderischen Aktivitäten. Durch die Einordnung von Prozessschritten in "Wert-steigernd" und "Nicht wert-steigernd" werden nicht nur ineffiziente Elemente erkannt, sondern auch Ansatzpunkte für Optimierungen gefunden.

Hierzu zählen unter anderem die 7 Arten der Verschwendung: 

Abk. Englischer Begriff / Deutscher Begriff Verschwendungsform (Muda)
T Transport / Transport überflüssige Materialbewegungen
I Inventory / Bestände zu hohe Lagerbestände
M Motion / Bewegung nicht-ergonomische Bewegungen
W Waiting / Warten Wartezeiten vermeiden oder reduzieren
O Over-production / Überproduktion Überproduktion vermeiden
O Over-engineering / Falsche Technologie/Prozesse Verarbeitung vereinfachen, Komplexität reduzieren
D Defects / Ausschuss/Nacharbeit kontinuierlich verbessern

 

Diese Verbesserungsmöglichkeiten müssen systematisch umgesetzt werden, um dauerhafte Effizienzverbesserungen zu erreichen.

Die Wertstromanalyse erlaubt es, alle Aktivitäten und Ressourcen in einem Prozess abzubilden und den Fluss von Materialien und Informationen nachzuverfolgen.

💡 Es ist entscheidend zu verstehen, dass die Wertstromanalyse kein einmaliges Projekt ist, sondern kontinuierlich durchgeführt werden sollte.

Dies ermöglicht eine permanente Kontrolle und Anpassung der Prozesse, um den wandelnden Marktbedingungen und Kundenbedürfnissen zu entsprechen.

Was ist “Lean2Cost”?

Kurz zusammengefasst ist Lean2Cost ein fortgeschrittener Ansatz, der sich auf die Anwendung von Kostenrechnung oder Kostenschätzungen im Rahmen der Lean-Prinzipien konzentriert.

Ein entscheidender Schritt in der Anwendung von Lean2Cost ist die Integration spezifischer Kostenelemente in den bestehenden Wertstrom, um ein präziseres Bild der Unternehmensrealität zu zeichnen.

Indem wir diese finanziellen Metriken in die Wertstromanalyse einbetten, schaffen wir eine fundierte Basis für die Identifizierung von Kosteneinsparungspotenzialen und die Priorisierung von Verbesserungsmaßnahmen.

Lean to Cost Kostenelemente für die Entdeckung von Kosten und Potenzialen

Diese Kostenelemente, wie zum Beispiel der OEE, der direkte Stundensatz und der Maschinenstundensatz, ermöglichen eine detaillierte Sicht auf die finanziellen Auswirkungen jedes einzelnen Prozessschritts.

Direkter Stundensatz / Direct Labour Rate [€/ Stunde]

Beispiel direkter Stundensatz:

Ein Arbeiter verdient: 4000 €/Monat  = 48.000 €/Jahr 

Inkl. Lohnnebenkosten (Fürs Unternehmen) =  65.000 €/Jahr

Angenommen werden 240 Arbeitstagen im Jahr

Daraus ergibt sich: = 270 €/Tag 

Das entspricht: = 36,11 €/Stunde oder 0,01 €/Sekunde. 

Maschinenstundensatz / Machine Rate [ €/Stunde]

Hier gibt es zur Berechnung fast soviele Ansätze wie Mitarbeiter in Firmen. Wichtig ist, dass er erhoben wird. Kleine Unschärfen sind kein Problem. 

Beispiel zur Berechnung des Maschinenstundensatzes

Maschinenstundensatz / Machine Rate [ €/Stunde]

Durch die detaillierte Darstellung der Kosten jeder einzelnen Aktivität können wir nicht nur erkennen, wo Verschwendung stattfindet, sondern auch, welche Prozessschritte die größten Hebel für Kosteneffizienz bieten. Diese Analyse bietet somit nicht nur eine klare Übersicht über die Ist-Situation, sondern dient auch als entscheidender Ausgangspunkt für tiefergehende Analysen und die Entwicklung von Maßnahmen zur Kostensenkung.

Die so erweiterte Wertstromanalyse bildet die Basis für das kontinuierliche Aufdecken und Heben von Optimierungspotenzialen, welche direkt zur Verbesserung der Gewinn- und Verlustrechnung beitragen.

Als Beispiel haben wir hier für Sie mal einen Lean 2 Cost Wertstrom aufgezeichnet.  Lean to Cost Wertstrom Value Stram Map mit Kostenelementen

 

Die Integration von Lean2Cost mit Unternehmenskennzahlen (KPIs) ist entscheidend, um Ressourcen auf strategische Unternehmensziele auszurichten und operative Kosten zu minimieren. Durch diese Verbindung kann ein Unternehmen fundierte Entscheidungen treffen, effizient mit Ressourcen umgehen und den Gesamtgewinn verbessern.

Aufbauend haben wir für Sie einige Impulse zusammengetragen, wie Sie von Lean 2 Cost profitieren können.

1. Lean2Cost ist Kostentransparenz für die Entscheidungsfindung:

Eine Kostenrechnung oder Kostenschätzung ermöglicht es Unternehmen, die Kostenstruktur besser zu verstehen „Sehen Lernen“. Dies ist entscheidend, um fundierte Entscheidungen zu treffen, insbesondere im Hinblick auf Einsparungen und Effizienzverbesserungen.

2. Lean2Cost verbindet die Verbesserungspotentiale zu den Unternehmenskennzahlen (KPI’s) und setzt Prioritäten

Die aktuellen Unternehmenskennzahlen (KPI’s) wie zum Beispiel Umsatz, Inventarbestände und Liefertreue müssen durch die identifizierten Verbesserungsprojekte positiv beeinflusst werden. Lean2Cost unterstützt bei der Auswahl die richtigen Projekte auszuwählen, um Ressourcen gezielt dort einzusetzen, um einen maximalen Effekt auf das Geschäftsergebnis zu erzielen.

3. Lean2Cost unterstützt die Kommunikation mit Stakeholdern:

Die Ergebnisse der Kostenrechnung und die daraus abgeleiteten Kennzahlen dienen als Grundlage für die Kommunikation mit internen und externen Stakeholdern. Eine klare Darstellung dieser Informationen ist wichtig, um Vertrauen zu schaffen und strategische Entscheidungen zu unterstützen.

4. Lean2Cost als Werkzeug beim Projektmanagement und der Umsetzung:

Beim Projektmanagement unterstützt Lean2Cost in mehreren Aspekten, um eine erfolgreiche Umsetzung und Projektabschluss zu gewährleisten. Es unterstützt bei der Projektauswahl, beim Ressourcenmanagement, bei der Kommunikation und ist natürlich auch eine Motivation für die Umsetzung.

Fazit

Für Unternehmen, welche bereits Erfahrungen gemacht haben und Erfolge mit Lean Programmen erzielen, ist Lean2Cost der nächste logische Schritt. Es hilft die durch Lean Management erzielten Erfolge nicht nur zu erkennen, sondern sie auch durch konkrete Zahlen und Daten zu quantifizieren.

Dieser Ansatz ermöglicht es Unternehmen, identifizierte Lean Projekte inkl. Ressourcen auf einer soliden, faktenbasierten Grundlage zu planen und zu steuern. Indem wir die Verschwendung eliminieren, eröffnen wir den Weg für echte, messbare Ergebnisse und planbare Kosteneinsparungen.

Lean2Cost und Wertstromanalyse sind hier der Ausgangspunkt, die diesen Übergang von qualitativen zu quantitativen Erfolgsmessungen ermöglichen, indem sie die Leistungssteigerung durch Lean Management mit harten Fakten untermauern.

Angebot für die Anwendung in der Praxis

Wo kann ich Lean2Cost anwenden?
Lean 2 Cost ist eine Methode, welche unabhängig von Branche oder Unternehmenstyp anwendbar ist. Prinzipiell geht es überall vom Anlagenbau und Auftragsfertigung bis zur klassischen Serienfertigung.

 

Oder die Kurzfassung hier lesen:

Lean2Cost Workshop mit der TQU

Der Lean 2 Cost Workshop dient als Ausgangsbasis für die systematische Kostenoptimierung. Hierfür beläuft sich der Aufwand bei einem gemeinsamen Lean2Cost Workshop auf: 1 Woche
Dazu werden drei bis fünf Werktage mit 1 oder 2 Trainern benötigt, je nach Fertigungstiefe und Komplexität der Produktion.

Ihre Ergebnisse:

  • Lean 2 Cost Wertstrom
  • Probleme, Verschwendungen und Engpässe sind identifiziert
  • Eine priorisierte Lean to Cost Potenzialliste und Handlungsempfehlungen

Wenn Sie sich nach dem Workshop, dazu entscheiden die Potenziale selbst zu heben, können Sie das gerne tun. Wir unterstützen Sie mit allen gewonnen Materialen und Insights aus dem Workshop.

Sollen Sie die Potenziale mit uns gemeinsam heben wollen, gehen wir pragmatisch und schnell in die Umsetzung.

Lean2Cost Workshop plus Umsetzung Unterstützung verteilt auf 6 bis 8 Monate

Hier setzen wir in der Regel 30 Tage Umsetzungsunterstützung an, abgestimmt auf die Kundenbedürfnisse und identifizierten Optimierungspotentiale (Top 1 bis …) mit Lean-Workshops, Training und Coaching. Gemeinsam gehen wir die priorisierten Potentiale an und heben diese in der Umsetzung. Hierbei stehen wir an Ihrer Seite als Sparringspartner, Coach und Trainer. 

Ihre Ergebnisse: 

  • Lean 2 Cost Wertstrom
  • Probleme, Verschwendungen und Engpässe sind identifiziert
  • Eine priorisierte Lean to Cost Potenzialliste und Handlungsempfehlungen
  • Klar quantifizierbare und GuV wirksame Ergebnisse
  • Roadmap für die Zukunft

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